Mobilität & Fahrzeughilfen

Mobilität bedeutet Lebensqualität

Für ein schwerstkrankes oder schwerbehindertes Kind bedeutet Mobilität oft viel mehr als nur von A nach B zu kommen.

Arzttermine, Therapien, Schule, Kindergarten, Besuche bei Freunden und Familie, Freizeitaktivitäten oder ein gemeinsamer Urlaub können nur möglich sein, wenn ein geeigneter Transport gewährleistet ist.

Für manche Familien ist deshalb ein behindertengerechtes Fahrzeug unverzichtbar.


Wenn ein normales Auto nicht mehr ausreicht

Je nach Behinderung oder Erkrankung können besondere Anforderungen entstehen.

Dazu können beispielsweise gehören:

  • ausreichend Platz für einen Rollstuhl

  • Rollstuhlplatz im Fahrzeug

  • Rampen

  • Hebebühnen

  • Rollstuhlverladehilfen

  • spezielle Sicherungssysteme

  • elektrische Verladehilfen

  • behindertengerechte Bedienelemente

  • weitere behinderungsbedingte Zusatzausstattung

Auch die Anschaffung eines geeigneten Fahrzeugs kann unter bestimmten gesetzlichen Voraussetzungen gefördert werden.

Bei Leistungen zur Teilhabe sieht das Sozialrecht unter bestimmten Voraussetzungen Leistungen für die Beschaffung eines Kraftfahrzeugs und für erforderliche Zusatzausstattung vor. Für minderjährige Leistungsberechtigte kann dabei auch behinderungsbedingter Mehraufwand berücksichtigt werden.

Ob und welcher Kostenträger zuständig ist, hängt jedoch immer vom Einzelfall ab.


Wer kann zuständig sein?

Je nach Zweck der Leistung und persönlicher Situation können unterschiedliche Leistungsträger in Betracht kommen.

Deshalb sollte vor einer Anschaffung oder einem Umbau zunächst geklärt werden:

Warum wird das Fahrzeug benötigt?
Welche behinderungsbedingte Ausstattung ist erforderlich?
Welche anderen Leistungen können beantragt werden?
Welcher Kostenträger ist zuständig?


Fahrzeugumbau beantragen – worauf sollte man achten?

1. Bedarf feststellen

Gemeinsam mit den behandelnden Fachkräften sollte geklärt werden, welche Anforderungen das Fahrzeug erfüllen muss.

2. Geeignete Lösung suchen

Nicht jeder Umbau ist für jedes Kind geeignet.

3. Kostenvoranschlag einholen

Der Umbau sollte durch einen geeigneten Fachbetrieb geplant und kalkuliert werden.

4. Kostenträger klären

Vor der Auftragserteilung sollte geklärt werden, wer die Leistung prüfen kann.

5. Antrag stellen

Dem Antrag sollten die erforderlichen Unterlagen und der Kostenvoranschlag beigefügt werden.

6. Entscheidung abwarten

Ein Umbau sollte möglichst nicht durchgeführt werden, bevor die Finanzierung geklärt ist.


Wenn trotzdem eine Finanzierungslücke bleibt

Manchmal reicht eine gesetzliche Leistung nicht aus, oder eine Familie benötigt zusätzliche Unterstützung.

Hier kann – nach Prüfung des Einzelfalls – eine Unterstützung durch Hard for Kids e.V. in Betracht kommen.

Zum Beispiel:

🚐 „Wir schenken Mobilität“

Hard for Kids könnte gemeinsam mit Spenderinnen und Spendern

  • einen notwendigen Fahrzeugumbau unterstützen,

  • bei einer Rollstuhlverladehilfe helfen,

  • eine notwendige Zusatzausstattung finanzieren

  • oder ein konkretes Mobilitätsprojekt einer Familie unterstützen.

Dabei möchten wir immer zuerst prüfen, welche anderen Finanzierungsmöglichkeiten bestehen.


Mobilität heißt Teilhabe

Ein geeignetes Fahrzeug kann einem Kind ermöglichen,

  • zur Schule zu fahren,

  • Therapien wahrzunehmen,

  • Arzttermine zu erreichen,

  • Freunde zu besuchen,

  • an Veranstaltungen teilzunehmen,

  • Familienausflüge zu machen,

  • Urlaub zu erleben.

Mobilität kann Freiheit, Selbstbestimmung und gemeinsame Familienzeit bedeuten.

Und genau deshalb kann sie für schwerstkranke Kinder ein wichtiger Teil von Lebensqualität sein.