Hilfe & Orientierung

Wenn ein Kind schwer erkrankt, muss eine Familie nicht alles alleine schaffen.

Die Diagnose einer schweren oder lebensverkürzenden Erkrankung verändert das Leben einer Familie oft von einem Moment auf den anderen.

Neben der medizinischen Versorgung entstehen viele neue Fragen:

Welche Unterstützung gibt es?
Welche Leistungen können wir beantragen?
Wo bekommen wir Hilfsmittel?
Wer unterstützt uns bei der Pflege zu Hause?
Welche Möglichkeiten gibt es zur Entlastung?
Und an wen können wir uns wenden, wenn wir einfach nicht mehr weiterwissen?

Gerade in dieser Situation ist es oft schwer, sich im Dschungel aus Krankenkassen, Pflegekassen, Ärzten, Behörden, Pflegediensten und Beratungsstellen zurechtzufinden.

Wir möchten Orientierung geben.

Hard for Kids e.V. möchte Familien schwerstkranker Kinder dabei unterstützen, die passenden Informationen und Ansprechpartner zu finden.

Wir möchten keine medizinische, pflegerische oder rechtliche Beratung ersetzen. Unser Ziel ist vielmehr, eine erste Orientierung zu geben und Wege aufzuzeigen.


Wo bekomme ich Hilfe?

Je nach Situation können unterschiedliche Stellen zuständig sein.

Krankenkasse

Die Krankenkasse ist unter anderem Ansprechpartner für medizinisch notwendige Hilfsmittel und bestimmte Leistungen der medizinischen Versorgung.

Dazu können beispielsweise Rollstühle, bestimmte Reha-Hilfsmittel, Inhalationsgeräte oder andere medizinische Hilfsmittel gehören. Welche Versorgung übernommen werden kann, hängt immer vom individuellen Bedarf ab.

Pflegekasse

Wenn ein Kind pflegebedürftig ist, können Leistungen der Pflegeversicherung in Betracht kommen.

Dazu gehören – abhängig vom Pflegegrad und der individuellen Situation – beispielsweise Pflegegeld, ambulante Pflegesachleistungen, Entlastungsangebote, Verhinderungspflege, Pflegehilfsmittel oder Zuschüsse zur Anpassung des Wohnumfeldes.

Pflegestützpunkt

Pflegestützpunkte sind eine wichtige Anlaufstelle, wenn Familien Unterstützung bei der Organisation der Pflege benötigen.

Sie beraten unter anderem zu Pflegeleistungen, Hilfsmitteln, Entlastungsangeboten und möglichen Anträgen und können bei der Suche nach passenden Angeboten vor Ort helfen. Die Beratung ist grundsätzlich kostenfrei und krankenkassenübergreifend.

Ärztinnen und Ärzte

Die behandelnden Kinderärztinnen und Kinderärzte sowie Fachärztinnen und Fachärzte sind wichtige Ansprechpartner, wenn es um den medizinischen Bedarf, Verordnungen und notwendige Hilfsmittel geht.

Weitere Fachstellen

Je nach Situation können außerdem beispielsweise

  • Sozialpädiatrische Zentren

  • Kinderhospizdienste

  • ambulante Kinderkrankenpflegedienste

  • Kinderpalliativdienste

  • Frühförderstellen

  • Beratungsstellen

  • Eingliederungshilfe

  • Sozialverbände

wichtige Ansprechpartner sein.


Unser Tipp: Fragen Sie nach Hilfe, bevor die Belastung zu groß wird.

Viele Familien versuchen zunächst, alles selbst zu organisieren.

Das ist verständlich – aber gerade bei einer schweren Erkrankung kann die Belastung schnell wachsen.

Deshalb gilt:

Holen Sie sich Unterstützung. Fragen kostet nichts.

Ein Beratungsgespräch kann helfen, Ansprüche zu erkennen, Anträge richtig einzuordnen und passende Unterstützungsangebote zu finden.


Wir möchten Familien Wege zeigen.

Auf unseren weiteren Seiten haben wir Informationen zu

Hilfsmitteln & Pflege

Anträgen & finanzieller Unterstützung

Mobilität & Fahrzeughilfen

sowie

Beratungsstellen & wichtigen Kontakten

zusammengestellt.

Und wenn gesetzliche oder andere Leistungen nicht ausreichen und ein besonderer Unterstützungsbedarf besteht, kann Hard for Kids e.V. im Rahmen seiner Möglichkeiten auch konkrete Hilfe und Herzenswünsche ermöglichen.